Sind Projektvermittlungsplattformen eine Konkurrenz für Online-Jobbörsen?

Die Konkurrenz im Internet ist genau so groß wie in der realen Welt, wenn sogar nicht größer. Auch die Jobbörsen oder Online-Marktplätze zur Vermittlung von Arbeit beteiligen sich an diesem Wettbewerb, neue Kunden bzw. registrierte Nutzer zu gewinnen. Je nach Geschäftsmodell verdienen die Anbieter Ihr Geld entweder mit Provisionen und/oder mit Werbung. In beiden Fällen zählt die Anzahl der Impressions (Besuche). Jeden Tag kämpfen ganze Abteilungen des Online-Marketings, Sales Departments oder Kunden-Supports um neue Nutzer. Nette E-Mails mit neuen Angeboten oder Anrufe, bei denen Sonderkonditionen angeboten werden, sind Alltag für die Mitarbeiter fast jeden Online-Unternehmens.

Ähnlich sieht die Situation im Fall der Online-Jobbörsen und Projektvermittlungsplattformen aus. Obwohl es sich um ähnliche Bereiche handelt (Jobvermittlung), richtet sich das Angebot an verschiedene Nutzer. Die Online-Jobbörsen haben auf ihren Seiten meistens Inserate für Leute, die nach einer Festanstellung suchen. Die Projektvermittlungsplattformen, wie zum Beispiel das in Europa führende Unternehmen twago, haben ihr Angebot für Freelancer und KMU’s vorbereitet. Die Online Jobbörsen haben ein breiteres Spektrum, was die Berufe angeht. Die Projektvermittlungsplattformen richten ihr Angebot vor allem an Programmierer verschiedener Programmiersprachen (PHP, Java, C, Ruby, usw.), Webdesigner, Übersetzer, SEO- und IT-Experten, App-Programmierer und Grafiker. Können die einen Anbieter die anderen als eine Gefahr betrachten? Ist das eine direkte Konkurrenz? Es gibt keine eindeutige Antwort. Wenn man sich aber die Ergebnisse der Marktforschung in den USA anschaut (und daher stammen die Projektvermittlungsplattformen), sieht man, dass dort mittlerweile etwa 30 Prozent aller Beschäftigten als Freelancer arbeiten. Sollte die Tendenz in Europa auch beibehalten werden, dann verlieren die Online-Jobbörsen ihre Kunden auf natürliche Weise zu Gunsten der Projektvermittlungsplattformen. Das passiert aber nur dann, wenn die Betreiber nicht rechtzeitig reagieren und neue Dienste anbieten oder das ganze Geschäftsmodell ändern.

Online Arbeit und Freelancing gewinnen fortwährend neue Fans, weil es ziemlich interessante Alternativen zu einer Festanstellung sind. Mehr Spielraum bei der Planung der Frei- und Arbeitszeit, sowie des Urlaubs und die Möglichkeit an mehreren Projekten für mehrere Auftraggeber gleichzeitig zu arbeiten sind nur wenige von vielen Vorteilen dieser Beschäftigungsart.

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